30.01.2009 - 7. Dresdner Vertriebsfrühstück - mit pcvisit Software AG
 

Collaboration, desktop sharing, tele sales und remote support waren einige der Fachbegriffe, die zum Vertriebsfrühstück mit
Herrn Schuster (Mitgründer und Sales Director) und Frau Zülke von der pcvisit Software AG fielen.

Es wurde sowohl über das Vertriebsmodell (straffe Prozesse) und aktuelle Pläne (wie Einbeziehung von Web 2.0,
Aufbau einer Community) wie auch über die Möglichkeiten und Einsatzszenarien der Software pcvisit gesprochen.
Interessant war, dass der Trend zu immer mehr Features nicht mitgegangen wird, sondern die Beschränkung eher als
Positionierungsvorteil gesehen wird.

Anhand von verschiedenen Käufertypen wurde dann erläutert, wie pcvisit beim Verkauf am Telefon helfen könnte.

Zum Abschluss wurde die Software in einer live Verbindung mit dem Dresdener Büro, in dem ein Großteil der Entwickler
arbeiten, vorgeführt. Die anschließende Fragerunde zeigte, dass sich der eine oder andere Teilnehmer schon intensiv mit
dem Einsatz einer solchen Lösung beschäftigt hat oder gar neue Geschäftsfelder sieht.

Noch anzumerken: Für die Präsentation wurde dieses Mal nicht PowerPoint verwendet, sondern mit einer Variante der eher
aus Seminaren bekannten Metaplan Technik gearbeitet. Auf alle Fälle eine wohltuende Abwechslung.


27.03.2009 - 8. Dresdner Vertriebsfrühstück - KONSUM Dresden eG
 

Konsum - a retail wonder titelte diesen Monat die Internet-Ausgabe der Deutschen Welle.
Von den Gründen für das Wunder und den Ideen, die dahinter stehen, berichtete Herr Roger Ulke, Sprecher des Vorstandes
der KONSUM Dresden eG.

Nach einer eindrucksvollen 120-jährigen Geschichte steht der KONSUM in Dresden blendend da. Über 40 Filialen,
3 Marken-Welten (KONSUM, Frida und Genia), fast 1.000 Mitarbeiter und ein hoher Eigenkapitalanteil sind das Ergebnis
einer Strategie, die eben nicht dem vorherrschenden Discounter-Mainstream folgt. Frische und Qualität sind die Stärken
des KONSUM. Unglaubliche 23.000 Artikel (ausschließlich food) sind im Sortiment.

Mit mehr Personal (doppelt soviel wie Discounter auf gleicher Fläche) und guter Ausbildung sieht man sich auch
in der Beratung vorn. Weil die Verkaufsfläche im Einzelhandel jetzt schon einen Spitzenwert einnimmt (Ulke: Wenn
es regnet, können alle Dresdner in den nächsten Markt gehen und keiner wird nass - jeder Einwohner hat ca. 0,5 qm
Verkaufsfläche zur Verfügung), wird in Franken expandiert.

Herr Ulke legte auf sehr unterhaltsame Weise u.a. die Schwierigkeiten dar, die es heute noch mit der Beschaffung von
Bio-Produkten gibt. Auch dass es durchaus einen Unterschied zwischen Bio und Öko gibt, konnte man lernen.

Beeindruckend ist das soziale Engagement der Genossenschaft und des Vorstandes.

Übrigens: Es werden keine Marken mehr geklebt. Heute übernimmt eine Mitgliedskarte die Rabatt-Sammel-Funktion.

24.04.2009 - 9. Dresdner Vertriebsfrühstück - mapchart.com
 

Wenn man sich im Internet für das Thema "Darstellung von Daten in geographischen Zusammenhängen" interessiert, stößt man sehr schnell auf das Angebot der Firma mapchart.com. Dass die Firma Ihren Standort in Dresden hat, ist dagegen nicht so bekannt - ein hidden champion.

Herr Henrik Liebscher, Geschäftsführer von mapchart.com berichtete uns in der Kunstgalerie des art'otel von seiner beruflichen Herkunft aus der Creativ-Branche und vom Beginn des noch jungen Projektes, das im Rahmen des sächsischen Businessplan Wettbewerb "futureSAX" 2005 für die beste Geschäfts- und Marketingidee ausgezeichnet wurde.

Heute ist mapchart zweigleisig unterwegs: Jeder kann sich auf der WebSite für relativ wenig Geld seine Daten in Geo-Räumen visualisieren lassen oder auf vorhandene microökonomische Datenbestände (interessant besonders für B2C) zugreifen. Damit kann man z.B. die klassische Aufgabe des Zuschneidens von Vertriebsgebieten lösen. Aber auch Aufgaben wie "wie weit komme ich mit 10min Fahrzeit von einem Punkt in alle Richtungen" lassen sich im self-service meistern. Für komplexere Aufgabenstellungen bietet mapchart.com Analyse, Beratung und Projektarbeit an. Die Referenzliste ist gut gefüllt mit bekannten Marken.

Bei guter Datenlage und mit den erprobten statistischen Verfahren kann Herr Liebscher mit seinem Team den zu erwartenden Umsatz eines Filialisten an einem neuen Standort bis zu 90% genau voraussagen. Mit der Verknüpfung mit CRM Systemen lassen sich vorhandene Datenbestände auswerten und neue Erkenntnisse gewinnen. Während bisher nur große Unternehmen mit solchen Auswertungen arbeiten konnten, ist dies mit mapchart.com nun erstmals auch dem Mittelstand möglich.

29.05.2009 - 10. Dresdner Vertriebsfrühstück - Flughafen Dresden
 

Was hat der Flughafen Dresden mit Vertrieb zu tun? Das wird sich der eine oder andere gefragt haben, als wir eine Veranstaltung mit
Herrn Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer der Flughafen Dresden GmbH, angekündigt hatten.

Der Titel des Vortrages "Aviation Vertrieb" machte dann schnell klar, worum es ging. Herr Dr. Hupe erläuterte engagiert und überzeugend,
wie der Flughafen Dresden Reiseziele analysiert, aus verschiedenen Statistiken mögliche Passagierzahlen ermittelt und mit einem Konzept dann auf Airline-Suche geht. Dabei werden die Stärken und Schwächen des Standortes Dresden (Stärke z.B. hohe Zahl von Touristen und kurze Rollwege, Schwäche z.B. kein 24h Betrieb) und konkurrierende Standorte (Berlin, Prag, Leipzig) beachtet. Aktuelles Beispiel sind die neuen Russland-Linien von Leipzig und Dresden. Die Website des Flughafens gibt mit den Sprachen polnisch und tschechisch einen Hinweis auf das erweiterte Einzugsgebiet.

Ausführlich ging Herr Dr. Hupe auf den Tourismus ein. Dresden ist eine der 10 Magic Cities mit den höchsten Übernachtungszahlen in Deutschland (etwa Niveau Düsseldorf). Anders als bei anderen Städten ist aber der Anteil an Ausländern bei Übernachtungen in Dresden noch sehr gering.

Interessant ist auch der Unterschied zum Flughafen Leipzig: Während dort mehr Charterflüge abgewickelt werden, gibt es in Dresden einen höheren Anteil an innerdeutschen Flügen. Das bringt Dresden im morgendlichen Business Flugverkehr schon mal an die Kapazitätsgrenzen und macht eine baldige Erweiterung des Parkhauses notwendig.

Mit der geduldigen Beantwortung der Fragen des Auditoriums schloss Herr Dr. Hupe seinen spannenden Vortrag ab.
Dem Feedback der Gäste folgend war es einer der interessantesten Beträge in der Reihe Dresdner Vertriebsfrühstück.


30.10.2009 - 11. Dresdner Vertriebsfrühstück - OpenDialog GmbH
 

Durch einen unserer regelmäßigen Besucher wurden wir auf Thorsten Margott und seine Dresdner Firma OpenDialog mit den Worten "tolles neues Konzept für Kampagnen" aufmerksam gemacht. So haben wir Herrn Margott eingeladen und nach dem Vorgespräch etwas mutig "Garantie für 15% Responsequote" in die Vorankündigung geschrieben.

Die zahlreichen Besucher wurden nicht enttäuscht. Herr Margott führte uns in eine neue Welt der one-to-one Kommunikation und erläuterte an vielen Beispielen mit namhaften Auftraggebern, wie OpenDialog das Marketing und den Vertrieb zusammen bringt und durchgängige Kampagnen mit hoher Erfolgsrate abwickelt. Kern ist ein Set von personalisierten Websites. Mit personalisierten Bildern, 3D-Objekten und sogar realtime personalisierte Filmen wird das Interesse geweckt. Mit relativ einfachen Fragen wird der Dialog geführt und von den Antworten abhängige Webseiten ausgeliefert - Prof. Vögele hätte seine Freude. Der Prozess geht bis zum Lead oder Follow-up an den Vertrieb (und -wenn gewünscht- auch da eine Erfolgskontrolle). Ausgefeilte Berichte gestatten die schnelle Analyse und Beseitigung von Problemen in der Kommunikation.

Das Ziel ist tatsächlich 15% Responsequote, in einigen Fällen wurde auch bis zu 50% erreicht. Interessant ist auch das Bezahlungsmodell: OpenDialog gibt ein durch viel Erfahrung (über 200 Kampagnen) untersetztes Erfolgsversprechen ab und hält damit für den Kunden den Preis pro Lead auf einem konstant niedrigen Niveau.

Die vielen Gesprächswünsche am Ende der Veranstaltung zeigten, dass Thorsten Margott mit OpenDialog mit einer sehr interessante Dienstleistung den aktuellen Bedarf trifft.

27.11.2009 - 12. Dresdner Vertriebsfrühstück - Schloss Wackerbarth
 

Zum Abschluss des zweiten Jahres "Dresdner Vertriebsfrühstück" führte uns die Geschäftsführerin Frau Sonja Schilg durch Geschichte und Gegenwart des Sächsischen Staatsweingutes Schloss Wackerbarth.

Unter der Überschrift "Erlesen Sächsisch" und unter Bezug auf Leben und Wirken des Grafen Wackerbarth (1662-1734) erläuterte uns Frau Schilg die Methodik hinter Entscheidungen in der Entwicklung des Weingutes. So war die Gründung als 100%ige Tochter der SAB eine wichtige Voraussetzung für den Neuanfang. In wenigen Jahren wurde der Schwerpunkt von Sekt auf Wein verlagert und dort Spitzenergebnisse erzielt. Viele Auszeichnungen und Medaillen belegen dies. Dazu kam die Entwicklung als Event-Location, als Tourismus-Ziel und nicht zuletzt als Bildungsstätte für den Weinbau. Die Vision vom "1. Europäischen Erlebnisweingut" wurde verwirklicht.

Beim Weinanbau setzt man auf Qualität und Nischen, denn, so Frau Schilg: Mangel allein trägt kein hohes Preisniveau.
Das Wort Kultur ist eines der Haupttriebkräfte auf Schloss Wackerbarth und wird in Verbindung mit Landschaft, Wein, Architektur, Sekt, Genuss und Alltag gesehen.

Auch aus der Managementerfahrung von Frau Schilg war zu lernen. So konnten wir erfahren, dass aus Visionen schnell Illusionen oder gar Halluzinationen werden oder wie wichtig Mitarbeiter für den Erfolg sind (Frage: Wie haben Sie es geschafft, in so kurzer Zeit ein Spitzen-Wein-Erzeuger zu werden? Antwort: Durch Arbeit!).

Das durchweg positive Feedback der Teilnehmer zeigt, dass Frau Schilg nicht nur mit einer Kostprobe des Sektes "August der Starke" (Flaschengärung, sehr lecker) den Geschmack der Besucher getroffen hat.